Verantwortungsseminar für Schüler des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums

Bierkultur im Kulmbacher Land und 500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot im Fokus

Kulmbach, 19. Oktober 2016: Die Kulmbacher Brauerei spricht mit ihrer Initiative des Verantwortungsseminars „Kulmbacher Bierkultur – zwischen Verantwortung und Genuss“ Schüler ab 16 Jahren und deren Lehrkräfte der lokalen weiterführenden Schulen an, um sie für den bewussten Umgang mit Bier zu sensibilisieren. Nahezu 1.500 Schüler und Lehrer haben mittlerweile an den Präventionsseminaren teilgenommen. Im Seminar werden auch Themen wie die Kulmbacher Brau- und Bierkultur, das Kulturgut Bier und seine Hochwertigkeit an sich behandelt: Passend zum 500-jährigen Jubiläum des bayerischen Reinheitsgebotes von 1516 ist die Wissensvermittlung der beim Brauen verwendeten Rohstoffe ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung. Darüber hinaus lernen die Jugendlichen umfassend und spielerisch gesundheitliche und rechtliche Aspekte sowie Folgen des Alkoholkonsums kennen.

 

„Uns liegt es sehr am Herzen, Wissen zur Historie von Bier und zur Tradition der Braukultur im Kulmbacher Land zu vermitteln - in diesem Jahr vor allem mit Blick auf das 500-jährige Jubiläum des Reinheitsgebotes“, erklärt Markus Stodden, Sprecher des Vorstands der Kulmbacher Brauerei. Im Rahmen des Verantwortungsseminares seien dies - neben Präventionsmaßnahmen und Aufklärung zum bewussten Umgang mit dem Kulturgut Bier - die Hintergründe für das Engagement der Kulmbacher Brauerei.


Direkt am Fuße der Plassenburg liegt der Kulmbacher Mönchshof mit dem Bayerischen Brauereimuseum und angegliedertem Museumspädagogische Zentrum (MUPÄZ), in dem die Seminare stattfinden: eine ideale Plattform und Wissenswerkstatt. Hier sind die Geschichte des Bieres sowie Bayerische Braukultur lebendig veranschaulicht. In der „Gläsernen Brauerei“ mit dem glänzenden Kupferkessel können Lehrer und Schüler dem Braumeister bei seinem Handwerk über die Schulter schauen. Die Kulmbacher Brauerei engagiert sich seit Jahrzehnten im Kulmbacher Mönchshof für das Brauwesen und die Historie der Braukultur.


Horst Pfadenhauer, Direktor des Markgraf-Fischer-Gymnasiums (MGF) betonte anlässlich des heutigen Seminars für seine Lehrer und Schüler: "‘Kulmbacher Bierkultur - Zwischen Verantwortung und Genuss‘ ist ein wesentlicher Baustein unserer Aktivitäten am MGF im Bereich der Suchtprävention. Uns gefällt besonders, dass bei der Vortragsreihe der Begriff Verantwortung im Mittelpunkt steht. Außerdem werden zentrale Unterrichtsinhalte dieser Jahrgangsstufe auf interessante Weise im Brauereimuseum vor Ort lebendig dargestellt. Sowohl die betreuenden Lehrer, als auch unsere Schüler nahmen auch in diesem Jahr mit großem Interesse daran teil. Ein großes Kompliment an die Kulmbacher Brauerei für dieses nicht alltägliche Engagement im Schulbereich."


Spielerisches Lernen
Im Rahmen des Verantwortungsseminares ist der altersgerechte Umgang mit den Schülern wichtig. Theorie- und Praxis wechseln sich dabei ab.


Stefani Posel, die für die Präventionsarbeit am MGF verantwortliche Lehrerin, zieht folgendes Fazit aus dem heutigen Verantwortungsseminar: „Ich bin schon von den einzelnen Bausteinen dieses Seminares sehr angetan. Die Verknüpfung der einzelnen Themen miteinander, die hier im Laufe des Seminartages angesprochen werden, macht das Verantwortungsseminar perfekt.“

Die Schüler des Gymnasiums erhalten die Chance, sich die Bedeutung des 500-jährigen Bayerischen Reinheitsgebotes für das Bierbrauen unter anderem mittels eines Erklär-Videos bewusst zu machen und in die Kulmbacher Bierhistorie einzutauchen.


Zwischen den Theorieeinheiten können die Jugendlichen den Brauprozess hautnah miterleben, sie werden darüber hinaus mit spannenden Übungen für das Thema Alkoholmissbrauch die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums sensibilisiert. Dazu zählt beispielsweise ein Hindernisparcours, der mit einer so genannten „Rauschbrille“ absolviert werden muss. Sabine Rotter, Landratsamt Kulmbach – Staatliches Gesundheitsamt, erklärt: „Wir bekommen von den Schülern immer sehr positive Rückmeldungen dafür, dass wir den Mitmachparcours „Alkohol? – Kenn dein Limit!“ interessant und interaktiv gestalten.“

Diplom-Sozialpädagoge Jürgen Ziegler, Kreisjugendpfleger des Landkreises Kulmbach, erläutert: „Aus dem Blickwinkel der Jugendarbeit bietet uns das Seminar eine gute Gelegenheit, den Jugendlichen Aspekte des Jugendschutzes nahezubringen. Im Rahmen des Unterrichts ist es oft schwieriger, bezüglich dieser Themen mit den Schülern in Kontakt zu treten.“ Er fährt fort: „Deshalb freut es uns, dass wir die Verantwortungsseminare im Zusammenspiel mit dem Bayerischen Brauereimuseum und der Kulmbacher Brauerei durchführen können, Dank auch der Unterstützung des Rotary Hilfswerkes Kulmbach können alle Beteiligten viel voneinander lernen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Jugendlichen den bewussten Umgang mit Alkohol näher zu bringen.“


Mit starken Partnern gemeinsam zum Erfolg

Die Kulmbacher Brauerei schätzt die Zusammenarbeit mit den starken Partnern an ihrer Seite, um die von ihr initiierten Verantwortungsseminare altersgerecht anbieten zu können. „Ein  Kooperationsprojekt, so wie wir es auf den Weg bringen konnten, ist wohl einzigartig in Deutschland – in Kulmbach haben wir ideale Bedingungen, bei uns funktioniert Zusammenarbeit“, so Dr. Helga Metzel, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Kulmbacher Brauerei. 

Im Laufe eines Seminartages vermitteln Mitarbeiter des Landratsamtes umfassende Informationen zu Themen wie Jugendschutzgesetz und Suchtgefahr. Dazu erläutert Dr. Dieter Weiss, Amtsarzt im Landratsamt Kulmbach: „Mir bereitet es viel Freude, den Jugendlichen von meiner persönlichen Erfahrung und von meinem Wissen etwas mit auf den Lebensweg geben zu können. Insgesamt ist das Verantwortungsseminar eine sehr runde Sache und ich freue mich, auch dieses Jahr wieder dabei zu sein.“

Das Bayerische Brauereimuseum mit dem museumspädagogischen Zentrum ist ein maßgeblicher Partner der Initiative. Hier kann die Kulmbacher Bierkultur den Schülern besonders gut veranschaulicht werden. „Das Bayerische Brauereimuseum hat so viele Facetten – da gehört auch der bewusste Umgang mit Bier dazu. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir mit dem Bayerischen Brauereimuseum, der Gläsernen Brauerei und dem MUPÄZ ideale Seminarbedingungen vor Ort im Kulmbacher Mönchshof vorfinden“, betont Metzel.
Mitfinanziert wird das Projekt durch das Rotary Hilfswerk, Kulmbach. Nachhaltige Unterstützung der Präventionsarbeit wird auch hier groß geschrieben. Horst Hohenner, Vorsitzender des Rotary Club Hilfswerks Kulmbach bestätigt: „Uns liegt viel an nachhaltiger Präventionsarbeit. Deshalb unterstützen wir das Verantwortungsseminar ‚Kulmbacher Bierkultur – zwischen Verantwortung und Genuss‘ weiterhin sehr gerne.“


„Ich bin sehr dankbar, dass die Kulmbacher Brauerei den verantwortungsvollen Umgang mit Bier propagiert und dabei den Schulterschluss zum Gesundheitsamt sucht. Wir finden es toll, wie viel Wert die Brauerei darauf legt, dass Verbraucher ihr Kulmbacher Bier bewusst genießen. Diese gemeinsame Schnittstelle lässt uns bezüglich der Aufklärung und Prävention von Jugendlichen gemeinsam an einem Strang ziehen“, erklärt Dr. Dieter Weiß. „In den bisherigen Seminaren konnte ich eine aufgeweckte und verantwortungsbewusste Generation kennenlernen, die sehr an unseren Themenbereichen interessiert ist“, so Weiss weiter.


Neu gestaltet: www.bier-bewusst-geniessen.de
Mit den Verantwortungsseminaren unterstützt die Brauerei die Kampagne „Bier bewusst genießen“ des Deutschen Brauer-Bundes, die erst kürzlich um einen neuen Internet-Auftritt erweitert wurde (www.bier-bewusst-geniessen.de und www.bier-erst-ab-16.de).

„Die Kulmbacher Brauerei übernimmt in vorbildlicher Weise Verantwortung und leistet einen wertvollen Beitrag zu Information und Prävention“, sagt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Brauer-Bundes, Berlin. „Es verdient Anerkennung, mit welch großem Engagement Kulmbacher als eine der renommiertesten Brauereien Deutschlands ein überzeugendes Konzept für die Präventionsarbeit entwickelt hat, das seit Jahren erfolgreich gemeinsam mit Schülern und Lehrern umgesetzt wird.“