Jahresabschluss 2016 der Kulmbacher Gruppe

Trotz der harten Wettbewerbssituation und Überkapazitäten zeigte der deutsche Bier und Getränkemarkt in 2016 eine weiterhin stabile Geschäftsentwicklung dank des guten Konsumklimas und der bevorzugten Nachfrage der Kunden nach Bierspezialitäten und regionalen Bieren. Die deutsche Brauwirtschaft muss sich aber weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen wie dem demografischen Wandel, einem sich stetig verändernden Konsumentenverhalten und weiter rückläufigen Absatzmengen in der Gastronomie auseinandersetzen.

Das Geschäftsjahr 2016 hat die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft mit einem guten Ergebnis abgeschlossen und die Erwartungen des Vorstands erfüllt. Die finanziellen Zielsetzungen wurden übertroffen. Die Kulmbacher Gruppe steigerte ihren Umsatz um 0,3 Prozent von 220,0 Mio. EUR auf 220,7 Mio. EUR. Das im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte moderate Umsatzwachstum konnte aufgrund der Zuwachsraten bei den erfolgreichen Bierspezialitäten und Biermischgetränken erreicht werden. Das EBIT*) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr (8,3 Mio. EUR) auf 10,0 Mio. EUR. Der Anstieg des EBIT ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse, die zum Vorjahr höheren sonstigen betrieblichen Erträge sowie die geringeren Energie- und Verpackungskosten zurückzuführen. Auch der Free Cashflow konnte in 2016 trotz gestiegener Investitionen gegenüber dem Vorjahr von 6,7 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR deutlich gesteigert werden.

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die Kulmbacher Gruppe eine Absatzmenge an Getränken einschließlich der Handelsgetränke und ohne Berücksichtigung der Lohnfertigungsmengen von 3.194 Thl, die um 0,1 Prozent über dem Vorjahresvolumen lag (Vorjahr 3.190 Thl). Die rückläufige Tendenz im Gastronomiegeschäft hielt u. a. aufgrund des veränderten Konsumentenverhaltens auch in 2016 an, besonders betroffen hiervon ist die Landgastronomie in den strukturschwachen Gebieten. Im Gegensatz dazu konnte bei den Handelskunden das Absatzvolumen gesteigert werden. Absatzmengenzuwächse erreichten vor allem unsere alkoholfreien Biere und Biermischgetränke mit 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kulmbacher Gruppe hat 2016 wesentlich von der sehr guten Entwicklung der Mönchshof-, Kapuziner-, Keiler- und Sternla-Brauspezialitäten profitiert, die in einem stagnierenden und wettbewerbsintensiven Markt entgegen dem Trend den Umsatz steigern und Marktanteile hinzugewinnen konnten. Wachstumstreiber waren einmal mehr die Biermischgetränke und alkoholfreien Biere. "Mönchshof Natur Radler", "Sternla Radler", "Sternquell Natur Radler" und "Braustolz Radler" legten kräftig zu; "Mönchshof Natur  adler" konnte die 130.000 Hektoliter-Marke überschreiten und wurde im Dezember von einer Expertenjury aus Deutschlands führenden Getränkefachhändlern zum "Getränk des Jahres 2016" gewählt. Die alkoholfreien Spezialitäten "Mönchshof Naturtrüb's", "Kulmbacher 0,0 Prozent" und "Kapuziner Alkoholfrei" wuchsen stärker als der Markt und spiegeln die steigende Nachfrage der Konsumenten nach alkoholfreien Bieren wider. Zusätzliches Absatzwachstum erzielten die handlichen 9er-Mehrweg-Kästen. Mit dieser Gebindeform wird aktiv dem Wunsch der Biertrinker nach mehr Convenience und der sich verändernden demografischen Entwicklung begegnet.

Der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelte Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 der Kulmbacher Brauerei AG beträgt 4.999.320,09 EUR. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 vorschlagen, den Bilanzgewinn der Kulmbacher Brauerei AG wie folgt zu verwenden: Zahlung einer Dividende in Höhe von 3.360.000,00 EUR (1,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie), Einstellung eines Betrags in Höhe von 1.600.000,00 EUR in die anderen Gewinnrücklagen und Vortrag des verbleibenden Betrags in Höhe von 39.320,09 EUR auf neue Rechnung.

Mitteilende Person:
Markus Stodden, Vorstandssprecher

*)Ergebnis vor Zinsen und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Earnings before Interest and Tax)

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